AUS DEN SERIEN
MATTHIAS GÜNZEL
17. Juli bis 27. August

torhueter
Ein abgesteckter Rahmen, eine Ersatzwelt in der die Vorgaben von der eigenen Beschaffenheit abhängen. Ein lustvoller Ort, an dem man sich ins Rennen schickt, möglicherweise nicht ans Ziel kommt oder mit neuem Ziel am alten vorbei malt. Die Kunst als Spielwiese zum eigenen Kennenlernen, wo Selbstüberwindung zu neuen Grenzen führt. Und darüber hinaus wird manchmal aus eins und eins mehr als zwei. Die Wirkung übersteigt die Zusammensetzung.
Matthias Günzel: „Ich male und zeichne. Wenngleich ich thematisch und seriell arbeite, interessiert mich ausschließlich das „Wie”, nicht das „Was”. Letzteres ist Stütze auf dem noch weißen Blatt Papier bzw. der Leinwand, wird aber jederzeit bei sich nächst bietender Gelegenheit für ein besseres Angebot verraten. Das in Serien genutzte Thema ist eine formale Ausgangsverbindlichkeit, die dazu dient, sich nicht ständig weitere protagonistische Voraussetzungen schaffen zu müssen. Eine der wenigen Stützen also, die der Maler innerhalb seiner Bildschaffung als Krücke an seinem Pinselarm zur Seite stehen hat.
Ansonsten ist man auf sich selbst angewiesen, ist es doch des Künstlers Brot sich aufs Unbekannte einzulassen, aus dem „Nichts” ein „Etwas” werden zu lassen.”